Nationaler Knotenpunkt – Spanien

Aufgabenbereich des Nationalen Knotenpunkts (NN): Der spanische Nationale Knotenpunkt, koordiniert von AMBIENTA, dient als Drehscheibe für die Vernetzung von operativen Gruppen, Projekten und anderen Akteuren im Bereich nachhaltiges Bodenmanagement. Er bündelt praxisorientiertes Wissen aus verschiedenen Regionen und Anbausystemen. Wir organisieren Workshops und Veranstaltungen wie das Nationale Treffen für Bodengesundheit in Córdoba und arbeiten mit der spanischen Koordinierungsstelle für AKIS zusammen, um Ergebnisse zu verbreiten und innovative Verfahren mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der EU-Bodenmission abzustimmen. Unser Ziel ist es, bewährte, sofort anwendbare Verfahren (z. B. Randstreifen im Getreideanbau, artenreiche Grünlandflächen und hydrologisches Management in Olivenhainen) zu dokumentieren und zu verbreiten sowie deren Anpassung an andere Regionen in Spanien und Europa zu unterstützen.

Mitglieder:

  1. Das Alagón-Graslandprojekt ( https://alagongrasslands.es ) konzentriert sich auf die Übertragung, Anpassung und Wiederherstellung bewässerter Grasflächen im Alagón-Tal (Extremadura). Zu seinen Maßnahmen gehören die Planung und Bewirtschaftung vielfältiger Graslandmischungen, die Optimierung von Mahd- und Beweidungsstrategien, die Düngung und die Bekämpfung invasiver Arten, um die Futterproduktivität und -resilienz zu steigern und gleichzeitig die Biodiversität zu erhalten.
  2. CEREAL AGUA ( https://cultivandoagua.es ) : Die überregionale Organisationsgruppe fördert das Wasser- und Bodenmanagement in Getreideanbaugebieten auf Einzugsgebietsebene. Sie kombiniert agronomische und hydrologische Praktiken (Feldränder, Bodenschutzmaßnahmen, optimierte Wassernutzung und digitale Werkzeuge), um die Erosion zu verringern, die Infiltration zu verbessern und die Effizienz und Nachhaltigkeit der Getreideproduktion in drei Pilotgebieten zu steigern.
  3. ClimaForest ( https://climaforest.es ): Das Projekt nutzt Entscheidungshilfen, digitale Technologien und hydrologische Analysen, um die Forstwirtschaft in Extremadura zu verbessern. In Pilotgebieten wie Jerte und Árrago stärkt ClimaForest Ökosystemleistungen (Wasser, Kohlenstoff, Biodiversität) und die Anpassung an den Klimawandel mithilfe von Instrumenten wie GESCUENCAS und EVARHIS sowie innovativen waldbaulichen Strategien.
  4. Cultivando Agua ( https://cultivandoagua.es ): Die Arbeitsgruppe Cultivando Agua erforscht neue Wassermanagement-Szenarien für gemischte Landwirtschafts- und Viehhaltungssysteme in Extremadura aus agrarökologischer Perspektive. Sie kombiniert partizipative Forschung, die Analyse wasserbezogener Diskurse und Praktiken sowie die Erprobung agrarökologischer und Governance-Maßnahmen in der Praxis, um landwirtschaftliche Betriebe angesichts des Klimawandels und der Wasserknappheit widerstandsfähiger, gerechter und nachhaltiger zu gestalten.
  5. ECOPRADERAS ( https://www.ambientaing.es/index.php/idi/grupo-operativo-ecopraderas / https://www.youtube.com/@grupooperativoecopraderas6020 ): Diese Organisation widmet sich dem Wissenstransfer und Innovationen für die nachhaltige Bewirtschaftung von bewässerten Grünlandflächen und anderen Weideflächen. Zu ihren Praktiken gehören die Entwicklung und Umsetzung artenreicher Grünlandmischungen, die Optimierung von Bewässerung und Düngung sowie ein integriertes Management mit dem Ziel, Kosten zu senken, den Futterertrag zu steigern und die Belastung von Flüssen und angrenzenden Ökosystemen zu minimieren.
  6. HIDROLIVAR ( https://hidrolivar.com ): Die Organisation entwickelt digitale und hydrologische Managementlösungen für rentablere und nachhaltigere traditionelle Olivenhaine. Zu den Kernkompetenzen gehören die Entwicklung und Erprobung des „Hidroinfiltrador“ zur Optimierung der Nutzung von Regen- und Bewässerungswasser sowie der Einsatz von Sensoren und digitalen Werkzeugen zur Steigerung der Wassernutzungseffizienz und zum Bodenschutz in Hanglagen von Olivenhainen.
  7. OLEO MITIGA ( https://oleomitiga.com ): Diese interdisziplinäre Organisation fördert Klimaschutzstrategien in traditionellen andalusischen Olivenhainen. Sie kombiniert Modellierung, Fernerkundung, Feldversuche und sozioökonomische Analysen, um die Kohlenstoffbindung und andere Ökosystemleistungen durch Praktiken wie Zwischenfruchtanbau, Schnittgutmanagement und Bodenverbesserungsmaßnahmen zu quantifizieren und zu bewerten. Die Ergebnisse werden mit Kohlenstoffmärkten und Wertschöpfungsmöglichkeiten für Landwirte verknüpft.